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Künstliche Befruchtung: Arzt muss Auskunft über leiblichen Vater geben

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Heike Brüggemann
Stand: 12.02.2013

Kinder, die durch künstliche Befruchtung gezeugt wurden, haben den Namen ihres leiblichen Vaters zu erfahren. So hat das Oberlandesgericht Hamm (OLG) entschieden und gab einer Frau recht, die einen Fortpflanzungsmediziner auf Auskunft zum bislang anonymen Samenspender verklagte (Az: I-14 U 7/12). Das Recht, über die eigene Abstammung Bescheid zu wissen, sei höher zu bewerten als die Anonymität der Spender. Auch wenn es noch nicht rechtskräftig ist, wird dieses Urteil Konsequenzen haben, meint Rechtsanwältin Heike Brüggemann von der Deutschen Anwaltshotline. „Auf die Samenbanken könnten nun vermehrt Auskunftsansprüche zukommen – auch für Altfälle.“

Im entsprechenden Fall verlangte die 21-jährige Frau vom damals behandelnden Arzt den Namen ihres biologischen Vaters. Der Mediziner aber sicherte den Spendern Anonymität zu und teilte mit, dass er ohnehin keine Daten mehr besitze, da damals die Speicherungspflicht nur zehn Jahre betragen hat und nicht, wie heute, dreißig Jahre. Die Richter sahen es aber nicht als erwiesen an, dass der Arzt tatsächlich recherchiert hatte, um vielleicht doch noch den Namen des Spenders zu erfahren.

Das Recht auf Kenntnis über die eigene Abstammung hat bereits das Bundesverfassungsgericht 1989 festgestellt, was nun die Richter des Oberlandesgerichts bekräftigten. Die halten es für einen Teil eines „autonomen Bereichs privater Lebensgestaltung“, was daher dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht zuzuschreiben sei und das Vertrauen der Spender, anonym zu bleiben, überwiegt. Schon damals wurden Samenspender seitens der Ärztekammer auf mögliche Folgen hingewiesen, wie etwa Unterhalt für die Kinder. Sowohl seitens der Interessengemeinschaften von Spenderkindern als auch seitens der Reproduktionsmedizin wurden Stimmen laut, die den Gesetzgeber zum Handeln bezüglich des Auskunftsrechts aufforderten. In den meisten europäischen Ländern können Spenderkinder die Vaterschaft ihres rechtlichen Vaters nicht anfechten.

Bildquelle: alexmit/bigstockphoto.com

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