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Der Erbrecht-Anwalt als Steuerberater?

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Jetta Kasper
Stand: 30.10.2012

Frage: Mein Vater ist verstorben und hat mir ein beträchtliches Vermögen hinterlassen. Ich möchte das Erbe aber ausschlagen, damit unser einziger Sohn seine dann fällige Erbfolge antreten und nicht erst nach meinem Tode in den Genuss des Vermögens seines Großvaters kommen kann. Davon rät mir jedoch mein Steuerberater ab. Zu Recht?

Antwort: Wer den Freibetrag laut Erbschaftssteuergesetz überschreitet, ist erbschaftssteuerpflichtig. Und das kann richtig teuer werden. Wobei der an den Fiskus zu entrichtende Betrag nicht nur vom Wert des Nachlasses abhängt, sondern auch davon, welches Verwandtschaftsverhältnis zum Verstorbenen bestand. Je näher Erblasser und Erbe miteinander verwandt waren, desto geringer fällt die Erbschaftssteuer für den Erben aus. Ein Enkel hat vom Erbe seines Großvaters bedeutend eher Steuern an den Staat abzuführen als der Sohn vom Nachlass seines verstorbenen Vaters.

Insofern empfiehlt es sich übrigens immer, bei allen wichtigen Entscheidungen in Erbangelegenheiten einen erfahrenen Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Erbrecht zu konsultieren. Er beantwortet nicht nur ihre Fragen zum Erbe und der Erbfolge an sich, sondern ist auch eine Experte im Erbschaftssteuerrecht. Und natürlich kann er schon bei Lebzeiten eines zukünftigen Erblassers wertvolle Ratschläge etwa zur Abfassung des Letzen Willens geben. Damit das Testament später auch in der gewünschten Weise als rechtskräftig anerkannt wird.

Rechtsanwältin Jetta Kasper

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