Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Führungszeugnis ohne Einträge - nicht vorbestraft

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz
Stand: 26.07.2012

Frage: Ein Nachbar hat jetzt behauptet, dass mein Sohn vorbestraft wäre. Wie können wir erreichen, dass er das sein lassen muss?

Antwort: Am einfachsten mit Hilfe des privaten Führungszeugnisses Ihres Sohnes. Steht darin nämlich "Inhalt: Keine Eintragung", dann bedeutet das, dass er nicht als vorbestraft bezeichnet werden darf. Ganz unabhängig davon übrigens, ob das so pauschal im Einzelnen zutrifft oder nicht. In einem Privatführungszeugnis tauchen nämlich längst nicht alle Verurteilungen auf. So genannte kleinere Erstverurteilungen zu Geldstrafen unter 90 Tagessätzen oder zu Freiheitsstrafen von nicht mehr als 3 Monaten werden in der Regel hier nicht aufgeführt, obwohl sie beim Bundeszentralregister eingetragen sind. Auch zur Bewährung ausgesetzte Jugendstrafen von bis zu 2 Jahren sind in der Bürgerauskunft tabu.

Anderes dagegen übrigens bei einem Behördenführungszeugnis. Dort können im Gegensatz zum Privatführungszeugnis auch bestimmte Entscheidungen von Verwaltungsbehörden enthalten sein, beispielsweise der Widerruf eines Waffenscheins oder einer Gewerbeerlaubnis. Oder etwa die gerichtlich angeordnete Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt sowie die oben ausgeschlossenen geringfügige Erstverurteilungen. Letztere jedoch auch nur, wenn die durch die Verurteilung geahndete Tat in Zusammenhang mit der Ausübung eines Gewerbes oder einer wirtschaftlichen Unternehmung begangen wurde.

Das Behördenführungszeugnis muss allerdings erst einem Amtsgericht übersandt werden, wo es eingesehen werden kann. Und zwar ausschließlich dann, wenn es Eintragungen enthält. Sollten aber in einem Führungszeugnis Eintragungen enthalten gewesen sein, so werden diese sowieso bei Geldstrafen oder bis zu 3 Monate langen Freiheitsstrafen von nicht mehr als 3 Monaten sowie den meisten Jugendstrafen nach 3 Jahren entfernt, größere Freiheitsstrafen nach 5 Jahren. Ausgenommen hiervon sind aber Verurteilungen wegen Sexualstraftaten, für die längere Fristen gelten. Wobei die Dauer der Freiheitsstrafe zur Löschfrist hinzuaddiert wird.

Sie müssen also selbst abschätzen, ob die Vorlage des Führungszeugnisses in Ihrem Fall das Problem aus der Welt schafft. Wie gesagt: Selbst wenn Ihr Sohn Clinch mit der Justiz gehabt haben und kleinere oder frühere Verfehlungen in seiner Biografie zu Buche schlagen, aber im Führungszeugnis nicht auftauchen, darf ihn niemand als "vorbestraft" bezeichnen!

Rechtsanwalt Alexander P. Taubitz

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz   |Hier klicken





Rechtsbeiträge über Arbeitsrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Führungszeugnis

Führungszeugnis - Welche Straftaten werden dort vermerkt? | Stand: 25.01.2016

FRAGE: Ich habe mein Führungszeugnis beantragt und musste feststellen, dass dort drei Straftaten gelistet sind welche mit 10, 25 und 40 Tagessätzen bestraft wurden. Im Internet lese ich aber überall...

ANTWORT: Der Inhalt eines Führungszeugnisses richtet sich nach § 32 BZRG.Nicht sämtliche im Register zu einer Person enthaltenen Eintragungen sind danach auch in ein Führungszeugnis aufzunehmen ...weiter lesen

Pflicht zur Vorlage eines Führungszeugnisses beim Arbeitgeber | Stand: 02.09.2010

FRAGE: Kann ein Arbeitgeber (hier: gemeinnütziger Verein) verlangen, dass alle Mitarbeiter ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Dabei ist ein Großteil der Arbeitnehmer schon viele Jahr...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Der Arbeitgeber hat natürlich ein Interesse daran, möglichst viel über den Arbeitnehmer zu erfahren, bevor er ihn einstellt. Insbesondere eine mögliche kriminell ...weiter lesen

Anklage eines Rentners wegen Ladendiebstahls | Stand: 05.05.2010

FRAGE: Ich (Rentner 66 Jahre) erhielt eine Beschuldigten-Anhörung vom Polizeipräsidium Mainz, betr.: Straftat § 242,248a Strafgesetzbuch, Ladendiebstahl geringwertiger Sachen (cirka 20 €)...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,1) Zunächst ist auszuführen, dass die Ihnen abverlangte sogenannte "Fangprämie" in Höhe von 100.-€ nach meiner Meinung deutlich überhöht war. Üblicherweis ...weiter lesen

Welche Strafen drohen bei Beamtenbeleidigung? | Stand: 12.04.2010

FRAGE: Mein Sohn hat in einem Gespräch mit seinem Freund Polizisten (die saßen im Auto auf der anderen Seite und hatten das Fenster auf) als "Scheiß Bullen" bezeichnet. Nun kommt in den nächste...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin, 1. Müssen wir uns nun einen Anwalt nehmen? Dies ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, kann aber zur Vorbereitung, Einlassung und Begleitung in der mündlichen Hauptverhandlun ...weiter lesen

Berechnung der Strafe für vorsätzliche Insolvenzverschleppung | Stand: 04.01.2010

FRAGE: Ich musste für meine GmbH Insolvenz anmelden. Ich habe nun 2 Jahre später einen Strafbefehl für 1. Vergehen der vorsätzlichen Insolvenzverschleppung § 84 Abs. 1 Nr. 2, 64 Abs...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,1. Es wurde richtig gerechnet. Es werden nicht einfach die Einzelstrafen summiert, sondern eine sogenannte Gesamtstrafe gebildet. Gemäß § 54 StGB geschieht dies dadurch ...weiter lesen


Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.614 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.01.2017
Immer wenn ich anrufe werde ich sehr schnell und Kompetent beraten.Vielen Dank dafür

   | Stand: 16.01.2017
Vielen Dank für die sehr gute Beratung

   | Stand: 13.01.2017
Ein sehr freundlicher, kompetenter Anwalt, der in wenigen Minuten einen komplizierten Sachverhalt lösen konnte.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht | Arbeitsrecht | Öffentliches Recht | Strafrecht | Anzeige | Anzeigefrist | Anzeigenwiderrufung | Anzeigepflicht | Anzeigeverfahren | Falschanzeige | Gegenanzeige | Geringfügigkeit | geringwertig | Personalienfeststellung | selbst anzeigen | Selbstanzeige | Strafantrag | Strafanzeige | Tatverdacht

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen