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Profi-Fußballer muss Gewerbesteuer zahlen


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Hans-Jürgen Leopold
Stand: 06.07.2012

Frage: Ich habe gehört, die Spieler unserer Fußball-Nationalmannschaft werden neben den hohen Gehältern in ihren Vereinen bei Turnieren wie der Europameisterschaft auch an den Werbeeinnahmen des DFB beteiligt. Müssen sie diese Zusatz-Tantiemen auch extra versteuern?

Antwort: Ja. Ein Profi-Fußballer, der neben dem Gehalt seines Vereins auch anteilige Werbeeinnahmen vom DFB als Nationalspieler bezieht, hat neben seiner Einkommenssteuer noch eine Gewerbesteuer zu entrichten. Einkünfte aus Werbeleistungen eines Sportlers sind nicht Teil des Arbeitslohns, sondern gewerblicher Natur. Darauf hat unlängst der Bundesfinanzhof bestanden (Az. X R 14/10).

In dem Verfahren ging es um den Lizenzspieler eines Vereins der Fußball-Bundesliga, der sich im Arbeitsvertrag mit seinem Verein verpflichtet hatte, auf Verlangen des DFB als Nationalspieler tätig zu werden. Er musste dann die vom DFB gestellte Sportkleidung mit den entsprechenden Werbeaufdrucken tragen und erhielt dafür einen Anteil an den Werbeeinnahmen aus der Vermarktung der Nationalmannschaft. Die sein Finanzamt allerdings nicht als zusätzlichen Arbeitslohn ansah, sondern als Einnahmen aus gewerblicher Tätigkeit klassifizierte. Mit der Folge, dass der Mann neben seiner Einkommensteuer noch eine deftige Gewerbesteuer zu entrichten hatte.

Und das zu Recht, wie Deutschlands oberste Finanzrichter betonten. Aus steuerlicher Sicht unterscheidet sich ein Gewerbetreibender von einem Arbeitnehmer dadurch, dass er sowohl mit Initiative als auch dem Risiko eines Unternehmers handelt. Beides ist bei dem Profi-Fußballer gegeben.

Die erstens notwendige Unternehmerinitiative des Nationalspielers besteht laut Bundesfinanzhof darin, dass er mit seinen Werbeleistungen nicht in die betriebliche Organisation seines Vereins oder des DFB eingegliedert war und - zumindest formell - noch hinreichend frei entscheiden konnte, ob er an den Werbemaßnahmen mitwirken wollte oder nicht.

Und das zweitens notwendige Unternehmerrisiko des Nationalspielers sahen die Münchener Finanzrichter darin, dass einerseits die genaue Höhe der Werbevergütungen ungewiss war und andererseits entsprechende Ausfallzeiten nicht bezahlt wurden.

Zwar habe der Mann an den Spielen der Nationalmannschaft nicht wegen einer Vergütung, sondern ausschließlich auf Weisung teilgenommen, und es fehle an einer sichtbaren Rechtsgrundlage für die Zahlungen vom DFB.  Doch eine entgeltliche Werbetätigkeit erfüllt die Tatbestandsmerkmale eines Gewerbebetriebs unabhängig davon, ob dem verbindliche Verträge oder lediglich stillschweigende Übungen zugrunde lägen.

Rechtsanwalt Hans-Jürgen Leopold

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