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Sturz ins Wasser auf Betriebsausflug

Stand: 08.04.2011

Stand: 08.04.2011 SE
Nürnberg (D-AH) - Halb zog es ihn, halb sank er hin: Der Sprung in die kühlenden Fluten eines Gewässers ist auch während eines offiziellen Betriebsausflugs nur dann als Arbeitsunfall versichert, wenn das Erfrischungsbad zu den notwendigen und zweckmäßigen Tätigkeiten des betreffenden Angestellten gehört. Wer der Abkühlung nicht wegen eines schweren körperlichen Dienstes bedarf oder etwa ausdrücklich als Schwimmmeister auf die betriebliche Veranstaltung mitgenommen wurde, hat für eventuelle Verletzungen dabei alleine aufzukommen. Es sei denn, der Unfallhergang ist nach dem Malheur nicht mehr eindeutig aufzuklären und es bleibt offen, ob der Betroffene möglicherweise ohne seinen Willen ins Wasser gefallen ist. Im Zweifelsfall muss nämlich immer die betriebliche Unfallversicherung den Schaden übernehmen. Das hat jetzt das Sozialgericht Berlin entschieden (Az. S 25 U 121/10).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, kam es zu dem verheerenden Unfall an einem Bootssteg, wo die Teilnehmer eines Teamleiter-Treffens bei 30 Grad Hitze darauf warteten, für den zweiten Teil ihrer Betriebsveranstaltung eingeschifft zu werden. Plötzlich stürzte einer der Teilnehmer in voller Bekleidung kopfüber in die an dieser Stelle nur 60 cm tiefe Spree. Seitdem ist er querschnittsgelähmt. Die Unfallkasse des Unternehmens, das den Betriebsausflug veranstaltet hatte, verweigerte allerdings die Zahlungen für einen Arbeitsunfall.

Zwar sei der Mann unstreitbar während einer betrieblichen Veranstaltung verunglückt. Ob er aber - wie er selbst später behauptete - wegen der Hitze einen Schwächanfall erlitten und ins Wasser gefallen war, oder einfach - wie der zeitgleiche Sprung eines weiteren Kollegen vermuten lässt - aus Übermut eigenmächtig zur Abkühlung mit dem Kopf voran hineingesprungen ist, bleibt jedoch unklärbar.

Damit aber kann nicht mehr mit Sicherheit auf eine eigenverantwortliche und damit unversicherte Unterbrechung der betrieblichen Tätigkeit geschlossen werden das Berliner Urteil. Es liegt vielmehr ein Arbeitsunfall vor. Der zumindest im Bereich des Möglichen liegende unfreiwillige Sturz in das Wasser ist auf jeden Fall durch die hohen Außentemperaturen an diesem Tag bedingt, denen der Verunglückte durch die Teilnahme an der betrieblich veranlassten Veranstaltung quasi gezwungenermaßen ausgesetzt war.

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