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Umgangsrecht mit Scheidungs-Hund

Stand: 08.02.2011

Stand: 08.02.2011 SE
Nürnberg (D-AH) - Ein Hund ist kein Familienmitglied. Zumindest nicht im Sinne des Familienrechts. Darauf hat jetzt das Oberlandesgericht Hamm bestanden (Az. II-10 WF 240/10) und den Anspruch einer in Scheidung lebenden Frau auf ein regelmäßigen Umgang mit dem in der Ehe angeschafften und jetzt beim Ex-Mann verbliebenen Tier zurückgewiesen.

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, wollte die Klägerin die gerichtlich verbriefte Erlaubnis erhalten, den beim einstigen Partner untergebrachten Vierbeiner an zwei Tagen in der Woche für jeweils einige Stunden sehen zu können. Und begehrte hierfür sogar die Bewilligung von Prozesskostenhilfe.

Wobei sie allerdings bei den westfälischen Oberlandesrichtern auf taube Ohren stieß. Schließlich handelt es sich bei dem Objekt der Begierde um ein Tier, für das die Vorschriften der Hausratsverteilung beim Getrenntleben von Ehegatten nicht gelten, weil ja keine Zuweisung für die gesamte Dauer der Trennung, sondern immer nur eine zeitweilige Nutzung des Hundes angestrebt wird den Hammer Richterspruch.

Und eine analoge Anwendung der Regelungen des Umgangsrechts mit einem Kind käme schon gar nicht in Frage, weil es bei diesen Bestimmungen immer um das Wohl des Kindes gehen muss - nicht aber um die verkappten Partner-Bedürfnisse, die in einer wortwörtlichen Hundeliebe Befriedigung finden.

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