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Chinesischer Spezialitätenkoch kein ausländischer Experte

Stand: 14.01.2011

Stand: 14.01.2011 SE
Nürnberg (D-AH) - Über Geschmäcker lässt sich bekanntlich streiten. Nicht aber darüber, dass ein profaner, wenn auch chinesischer Spezialitäten-Koch, der dank seiner Herkunft zwar exotische Gaumengenüsse zuzubereiten versteht, deswegen noch lange nicht als ausländischer Spezialist anzusehen und bedingungslos auf dem deutschen Arbeitsmarkt willkommen zu heißen ist. Offiziell wird darunter nämlich nur eine Person verstanden, die auf Grund ihrer überdurchschnittlichen fachlichen Qualifikation die besonderen Anforderungen einer bestimmten, hierzulande dringend benötigten beruflichen Tätigkeit erfüllt. Und an China-Restaurants, selbst an guten, mangelt es in Deutschland offenbar nicht. Das zumindest legt ein aktuelles Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bremen nahe (Az. 1 B 215/10).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, hatten die Richter über die nach maximal vier Jahren Beschäftigungsdauer in Deutschland abgelaufene Aufenthaltsgenehmigung des Kochs zu entscheiden. Die für seine Arbeit an Herd und Ofen notwendige fachliche Qualifikation wies den Betroffenen dabei leider nicht als Hochqualifizierten im Sinne des Aufenthaltgesetzes aus, dem als ausländischer Spezialist eine Niederlassungserlaubnis zugestanden hätte.

Zumal die Richter auch ernsthafte Zweifel an den wirtschaftlichen Voraussetzungen für das Verbleiben des Mannes in Deutschland hatten. Das Gesetz nämlich schreibt dazu ein Gehalt in Höhe von mindestens der Bemessungsgrenze der allgemeinen deutschen Rentenversicherung vor.

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