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Beamter stiehlt Druckerpatronen

Stand: 16.07.2009

Stand: 16.07.2009 SE
Nürnberg (D-AH) - Glücklicherweise waren die Patronen, die ein ehemaliger Beamter des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung der Bundesrepublik Deutschland im großen Stil gestohlen hat, nicht mit Schießpulver, sondern mit Druckertinte gefüllt. Innerhalb von ganzen vier Jahren kam dabei aber immerhin ein erklecklicher Nebenverdienst von exakt 491.114,53 Euro zusammen. Diesen Schaden muss der geschasste Staatsdiener seinem Dienstherrn in voller Höhe zurückerstatten, hat jetzt das Verwaltungsgericht Koblenz entschieden (Az. 2 K 525/08).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, hatte der Beamte die dem Staat gestohlenen Druckerpatronen in großer Menge an eine Solinger Firma und zu einem geringeren Teil über ebay verkauft. Letztendlich ertappt, gab er den Diebstahl zwar zu, wollte aber nur einen Teil der von der Beschaffungsbehörde akribisch auf Grund der Lieferlisten ermittelten Schadenssumme zurückzahlen. Nicht wenige der entwendeten Druckerpatronen seien wegen Ablaufs des Verfalldatums wertlos gewesen, rechtfertigte er seine Klage.

Auf solche Erbsenzählerei ließen sich die Koblenzer Richter allerdings gar nicht erst ein. Denn diese Druckerpatronen seien auch danach offenbar noch brauchbar und allenfalls weniger ergiebig gewesen aus ihrem Urteilsspruch. Schließlich hätte ja auch die Solinger Firma über all die Jahre hinweg keine der Lieferungen in irgendeiner Weise zu beanstanden gehabt.

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