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Schulgeld für Schweizer Elite-Internat keine Sonderausgabe

Stand: 30.01.2008

Stand: 30.01.2008 SE

Nürnberg (D-AH) - Besonders hohe Kosten für den Besuch von Privatschulen im Ausland sind keine steuerlich geltend zu machenden Sonderausgaben. Dies entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Az. 2 K 1741/06) im Falle eines Vaters, der die horrenden Gebühren der Privatschule seiner Tochter von der Steuer absetzen wollte.

Wie die Deutsche Anwaltshotline mitteilt, besuchte die Tochter des Rheinland-Pfälzers ein teures Lyceum in der Schweiz, um dort ihr Abitur zu machen. Weil das monatliche Schulgeld von mehr als 1.200 Euro doch recht happig war, wollte der Vater für das Bildungs-Exil seiner Tochter nicht alleine aufkommen oder zumindest Steuervorteile daraus ziehen. In seiner Einkommenssteuererklärung machte er deshalb über 37.000 Euro als Sonderausgaben geltend. Dieser Betrag hatte sich im Laufe eines Jahres für Schulgeld, Internatsbetreuung, Unterkunft, Verpflegung, Kurse und Privatstunden angehäuft. Das Finanzamt lehnte dies jedoch ab. Das Schulgeld könne nicht berücksichtigt werden, weil es nicht für den Besuch einer Ersatz- bzw. allgemein bildenden Ergänzungsschule gezahlt worden sei.

Dem stimmten das Finanzgericht in Neustadt an der Weinstraße zu. Schulgelder, die für den Besuch von Privatschulen gezahlt werden, seien nur in einem gewissen gesetzlichen Rahmen abziehbar. Die dafür in Frage kommende Privatschule muss je nach Schultyp staatlich genehmigt, anerkannt oder erlaubt worden sein und darf eine Differenzierung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht fördern. Grundsätzlich sollen alle Schüler ohne Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage der Eltern die Privatschule besuchen können. Das bei jährlichen Gesamtkosten von über 37.000 Euro davon keine Rede mehr sein könne, läge auf der Hand. Das Schweizer Internat sei demnach keine zugelassene Schule und die Kosten wären deshalb nicht absetzbar.

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