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Ein Fitnessstudio ist keine Mietwohnung


Nürnberg (D-AH) - Wer krank ist und nicht trainieren darf und deshalb die von ihm gebuchten Stunden im Sportcenter nicht in Anspruch nimmt, muss dafür nicht bezahlen. So entschied das Landgericht München (Az. 34 S 21754/05), berichtet die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline

In einem Fitnessstudio der bayerischen Metropole trainierte eine Frau zweimal die Woche. Nach einer plötzlichen Erkrankung musste sie sich jedoch operieren lassen, und an die Fortsetzung des Trainings war nicht mehr zu denken. Ihr Pech, meinte der Studiobetreiber, als die Frau ihm das ärztliche Attest vorlegte, das ihre Trainingsunfähigkeit bescheinigte. Die Beiträge müsse sie trotzdem bis zum Vertragsende weiter zahlen. Schließlich sei das Ganze wie ein Mietvertrag. Ein Mieter müsse für die Miete ja auch dann weiter aufkommen, wenn er im Krankenhaus läge.

Hier ist es der Vergleich, der krankt, erwiderten die Münchner Richter. Und erklärten dem Betreiber des Sportcenters, dass sich der Vertrag mit einem Fitnessstudio von der Anmietung einer Wohnung grundlegend unterscheide. Während die Wohnung dem Mieter zum alleinigen Gebrauch überlassen wird, können die Räumlichkeiten und Sportgeräte eines Fitnessstudios dagegen von anderen Kunden in der Zwischenzeit weiter genutzt werden. Die während der Zeit ihres Trainingsausfalls angefallenen Beiträge müsse die kranke Sportlerin deshalb nicht bezahlen.

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