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Honig darf Pollen von Gen-Mais enthalten


Nürnberg (D-AH) - Ob im Honig eingeschlossener Blütenstaub überhaupt als gentechnisch veränderter Organismus angesehen werden kann, bedarf erst einer gründlichen richterlichen Überprüfung. Mit dieser Begründung hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (Az. 22 CE 07.1294) unlängst den Eilantrag eines Bio-Imkers zurückgewiesen, der den Anbau von gentechnischem Mais auf einer knapp zwei Kilometer von seinen Bienenstöcken entfernten Versuchsfläche untersagen lassen wollte.

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, hätte sich der aufgeregte Honigbauer auch schon damit zufrieden gegeben, wenn das Maisanbaugebiet zumindest vor der Blüte abgeerntet worden wäre. Doch die Richter hielten ihm entgegen, dass es keinen Anlass für Panikreaktionen gäbe: nach den einschlägigen EU-Vorschriften sei der Verkauf von Honig, der unbeabsichtigte und technisch unvermeidbare Spuren von Pollen gentechnisch veränderter Maispflanzen enthalte, ja gesetzlich weder verboten, noch unterliege er einer Kennzeichnungspflicht. Der hierfür festgesetzte Schwellenwert von 0,9 Prozent würde dabei nämlich gar nicht erreicht.

Daher sei eine wesentliche Beeinträchtigung laut Gentechnikgesetz nicht gegeben. Immerhin hätten die Mais-Bauern das ihre getan und die Pflicht der guten fachlichen Praxis beachtet, indem sie zu dem Imkereibetrieb einen ausreichenden Mindestabstand einhalten würden. Und zudem befände sich zwischen der Anbaufläche und den Bienenstöcken eine ganze Ortschaft als eine Art Barriere.

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