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Neue Straßenführung in einem Jagdgebiet ist zu entschädigen


Nürnberg (D-AH) - Durchschneidet die neue Umgehungstrasse einer Bundesstraße ein bis dahin unberührtes Jagdgebiet, hat die Jagdgenossenschaft Anspruch auf eine angemessene finanzielle Entschädigung. Wobei nicht nur die Verkleinerung des ursprünglichen Jagdgeländes durch die eigentliche Trassenführung ins Kalkül zu ziehen ist, sondern auch die weit darüber hinausgehende erhebliche Beschränkung des Waidwerks insgesamt. Das hat im Falle des Neubaus der B 221n bei Wassenberg das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen entschieden (Az. 9a D 129/04.G).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, berücksichtigten die Münsteraner Richter, dass das Schussfeld und die Schussrichtung bei der Flinten-Jagd auf Feder- und Haarwild wegen der stark befahrenen neuen Straße quer durch das Jagdgebiet stark eingeschränkt sind. Die Jagdhunde müssen im Trassenbereich angeleint werden und es bestehen erhebliche Einschränkungen beim Suchen und Aufstöbern des Wildes. Noch gravierender wird es beim Schalen- und Raubwild, wo wegen der zum Einsatz kommenden Büchsen ein wesentlich größerer Sicherheitskorridor bei der Schussabgabe eingehalten werden muss.

Das sind tatsächliche Nachteile, die das Jagdausübungsrecht in den Grenzen der geschützten Rechtsposition wesentlich beeinträchtigen, sagt der Rechtsanwalt. Der neue Trassenverlauf behindere nicht nur den Wildwechsel und schränke den Lebensraum des dort lebenden Niederwilds weiträumig ein. Sondern zukünftig wird bei der üblichen Verpachtung auch mit merklichen Abschlägen gegenüber dem marktgerechten Jagdpachtzins zu rechnen sein, betont der erfahrene Freizeit-Waidmann.

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   | Stand: 16.01.2017
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   | Stand: 13.01.2017
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   | Stand: 09.01.2017
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