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Kind reißt sich los - Vater haftet nicht für den Unfall


Nürnberg (D-AH) - Anleinen geht nicht: Reißt sich ein zweieinhalb Jahre alter Junge von der Hand seines Vaters los und rennt auf die Straße, wo es zu einem Unfall kommt, kann von einer Verletzung der elterlichen Aufsichtspflicht keine Rede sein. Eine solche Unterstellung seitens des mit einem Blechschaden davongekommenen und allein an der Kostenabwälzung interessierten Autofahrers sei geradezu geschmacklos, urteilte das Landgericht Köln (Az. 9 S 15/07). Zumal der Vater sich noch, um seinen Sohn zu schützen, regelrecht zwischen das Kind und den Pkw geworfen hat, wobei er selbst schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, kann nach Auffassung der Kölner Landesrichter von einer Aufsichtsperson beim Spaziergang auf dem Gehweg auch nicht gefordert werden, sich ständig zwischen dem Kind und der Fahrbahn zu befinden, um gegebenenfalls mehr Reaktionszeit zur Verfügung zu haben. Dies gilt um so mehr, wenn sich - wie in diesem Fall - zwischen Gehweg und Straße noch ein Parkstreifen befindet. Der Vater hat allein dadurch seiner Aufsichtspflicht mehr als Genüge getan, dass er seinen Sohn an der Hand hielt, bis dieser sich losriss. Dies sein nur in besonders gefährlichen Situationen, etwa beim Überqueren der Straße, geboten.

Juristisch gesehen ist der tragische Unfall auf eine Verkettung unglücklicher Umstände zurückzuführen, für die weder der Vater noch der Pkw-Fahrer die Verantwortung tragen, sagt der Rechtsanwalt. Die an dem Fahrzeug entstandenen Schäden sind daher dem allgemeinen Lebensrisiko zuzuordnen.

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   | Stand: 29.03.2017
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ich finde diese Einrichtung sehr sehr hilfreich - gerade wenn man nicht so recht weiß, wohin man sich wenden kann Vielen Dank nochmals

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