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Sonys "Playstation 2" im Gefängnis verboten


Nürnberg (D-AH) - Ob wilde Computerspiele ihre Benutzer tatsächlich kriminalisieren und unter Umständen hinter Gitter bringen können, bleibt weiter umstritten. Entschieden ist dagegen, dass die beliebte Playstation 2 in kein deutsches Gefängnis mehr hineingelassen werden soll, berichtet die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline. Nach einem Beschluss des Oberlandesgerichts Karlsruhe (Az. 1 Ws 203/05) darf die Leitung des Justizvollzugs den Besitz der Spielkonsole untersagen, weil dem Sony-Produkt eine allgemeine Gefährlichkeit für die Sicherheit der Anstalt innewohne.

Die Hohlräume der Spielkonsole können nach Ansicht der Karlsruher Richter nämlich als Versteck für verbotene Gegenstände dienen. Und bei Einsatz einer Speicherkarte lassen sich unter Hinzuziehung von Hilfsprogrammen geheime Texte speichern. Damit sei den Häftlingen aber die Möglichkeit eröffnet, Daten zu speichern, die von den Aufsehern kaum oder nur sehr schwer einzusehen sind. Vor allem aber sei die Spielkonsole per Handy und Modem internetfähig. Damit könnten die Insassen in den ungehemmten Datenaustausch mit ihren Mitgefangenen und der Außenwelt treten, erklärt der Rechtsanwalt. Das stelle eine erhebliche Gefahr für die Anstaltssicherheit dar.

Auch der Einwand des Klägers, die Beamten bräuchten die Hohlräume und Schnittstellen seiner Playstation ja nur zu versiegeln und zu verplomben, überzeugte die Richter nicht. Solche Vorkehrungen wären sehr aufwendig und nicht imstande zu verhindern, dass mittels Manipulationen an der Hardware oder durch die Veränderung der Software andere Schnittstellen umfunktioniert werden, die zum ordnungsgemäßen Spielbetrieb nötig sind.

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