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Richter: Staat muss Asthmabehandlung am Toten Meer bezahlen


Nürnberg (D-AH) - Einem Schwerbehinderten, der sich beim Dienst fürs Vaterland in der Bundeswehr eine chronische Entzündung der Bronchien zugezogen hat, steht auf Staatskosten eine Asthma-Kur am Toten Meer zu. Das hat jetzt das Hessische Landessozialgericht entschieden (Az. L 1 KR 1202/03).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, hatte sich das zuständige Landesversorgungsamt zunächst gegen eine Kostenübernahme für eine Badekur am Toten Meer gewehrt. Die deutsche Behörde war der Meinung, dass der Bundesbürger sein Leiden auch in einer anerkannten Asthmaklinik im Inland behandeln lassen könne.

Doch die Darmstädter Richter kamen aufgrund verschiedener medizinischer Gutachten zu dem Schluss, dass einer erheblichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes hier nur in trockenem Klima mit gleichmäßiger Luftfeuchtigkeit entgegengewirkt werden kann. Eine Kur im wetterunbeständigen Deutschland, etwa an der brisenreichen Nordsee, würde in diesem Fall keinen Heilungsfortschritt bringen.
Und wenn es keine zweckmäßige inländische Therapiemöglichkeit gibt, darf eben eine ausländische Badekur nicht einfach aus wirtschaftlichen Erwägungen als unzweckmäßig verworfen werden.

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