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Richter empfehlen Taschenlampe statt Flutlicht


Nürnberg (D-AH) - Eine Gemeinde ist nicht verpflichtet, des Nachts in allen Gassen und Nebenwegen für ausreichend öffentliches Licht zu sorgen. Einem Fußgänger, der auf seinen Streifzügen im Finsteren nicht stolpern will, ist dagegen zuzumuten, beispielsweise per Taschenlampe selbst für den notwendigen Durchblick zu sorgen. Das hat das Landgericht Bonn entschieden (Az. 1 O 175/06). Damit wiesen die Richter die Klage einer Frau zurück, die in nächtlicher Dunkelheit auf einer Dorfstraße zu Fall gekommen war, sich dabei einen schmerzhaften Knochenbruch zugezogen hatte und nun 2.500 Euro Schmerzensgeld verlangte.

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, fehlt der Magistrale von höchstens innerdörflicher Bedeutung jeglicher Bürgersteig, dafür ist die Asphaltdecke mit unzähligen, aber kleinen Löchern übersät. In eine solche knapp 5 cm tiefe Mulde war die Frau in mondloser Nacht hineingestolpert.

Die Klägerin hätte den Unfall durch erhöhte Aufmerksamkeit jedoch vermeiden können das Bonner Urteil. Ihr war nach eigener Aussage der marode Zustand der Straße bekannt. Und was das von ihr beklagte Zwielicht angeht - da hätte sie sich nach Meinung der Richter eben einer eigenen Taschenlampe bedienen müssen. Nicht für jede innerörtliche Straße bestehe eine Beleuchtungspflicht - für mehr als die Lichter der anliegenden Häuser und vereinzelte Peitschenlampen hatte die Gemeinde nicht zu sorgen.

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