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Schon der Blick aufs Handy ist nicht erlaubt


Nürnberg (D-AH) - Ein Handy kann mitunter teuer werden - nicht erst beim stundenlangen Telefonieren, sondern schon bei einem kurzen Blick darauf. Greift nämlich ein Autofahrer während der Fahrt zu seinem Handy und liest vom Display des mobilen Telefons eine dort angezeigte Nummer ab, ist das zu Recht als ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung zu werten. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden (Az. 2 Ss OWi 402/06).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, war ein Mann mit seinem privaten Handy in der Hand hinterm Steuer eines fahrenden Sattelzugschleppers ertappt worden. Ich wollte doch nur die Nummer vom Display ablesen, um sie für ein anschließendes Telefonat in mein dienstliches Mobiltelefon zu übertragen, das über die geforderte Freisprecheinrichtung verfügt, versuchte er sich rauszureden.

Auch das hätten Sie aber unterlassen müssen, hielt ihm das Gericht entgegen. Nach allgemeiner Rechtsprechung gehören zur vom Gesetzgeber im fließenden Straßenverkehr verbotenen Benutzung eines Mobiltelefons sämtliche Bedienfunktionen des Geräts. Und dazu zählen die Richter von Hamm ausdrücklich auch das Ablesen einer gespeicherten Information - wie die Telefonnummer auf dem Display. Sozusagen nach dem Motto Augen auf im Straßenverkehr wurde der Fahrer des Sattelschleppers für seinen unerlaubten Weggucker zur Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 100 Euro verurteilt.

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