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Arbeitgeber muss Zugang eines Kündigungsschreibens belegen


Nürnberg (D-AH) - Entlässt ein Arbeitgeber einen Angestellten fristlos, muss er bei einer späteren gerichtlichen Auseinandersetzung auch belegen können, dass das Kündigungsschreiben wirklich angekommen ist. Allein die Tatsache, dass der betreffende Mitarbeiter just vom Zeitpunkt der angeblichen Kündigung an nicht mehr an seinem Arbeitsplatz erschienen ist, reicht dafür nicht aus. Das hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz entschieden (Az. 5 Sa 149/06).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, bekam damit der ehemalige technische Betriebsleiter einer Firma einen Arbeitslohn von 11.000 Euro für jene Zeit zugesprochen, zu der er nach der vorgeblichen Entlassung gar nicht mehr fürs Unternehmen tätig gewesen sein soll.

Der Mann, der neben dem Büro auf Arbeit auch ein eigenes Büro besaß, konnte aber für die Zeit nach seiner umstrittenen Entlassung eine Auflistung seiner Aktivitäten für das Unternehmen vorlegen, ja sogar auf eine spätere Dienstfahrt gemeinsam mit dem Firmen-Inhaber zwecks Auftragsbeschaffung verweisen. Erst als sein Arbeitgeber trotz mehrfacher Aufforderung den lange überfälligen Lohnansprüchen nicht mehr nachgekommen war, habe er sich schließlich gezwungen gesehen, seine Tätigkeiten für die Firma von sich aus einzustellen. Eine plausible Erklärung des Unternehmens dagegen, wie es nach dem behaupteten Rauswurf von einem Tag auf den anderen die technische Betriebsleitung ohne den Entlassenen organisiert haben will, erfolgte nicht - was die Richter übrigens ausdrücklich bemängelten.

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