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Reisebüro muss keine Reiseabbruch-Versicherung anbieten


Nürnberg (D-AH) - Bricht ein Urlauber seine Pauschalreise mittendrin ab, bleibt er auf den Kosten für die gebuchten, aber nicht in Anspruch genommenen Leistungen sitzen. Es sei denn, er hat sich extra gegen einen solchen Reiseabbruch versichern lassen. Kein Reisebüro ist aber verpflichtet, auf diese Möglichkeit bei der Buchung extra hinzuweisen. Das hat der Bundesgerichtshofs (Az. X ZR 182/05) entschieden.

Im Unterschied übrigens zu einer Reiserücktritts- und einer Rücktransportkosten-Versicherung, die von den Reiseveranstaltern und ihren Maklern laut Gesetzt immer ungefragt mit angeboten werden müssen, wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline betont.

Ein Mann hatte eine dreimonatige Reise in die USA gebucht. Er brach jedoch die Tour noch auf dem Hinflug wegen einer Erkrankung ab. Die Reiserücktritts-Versicherung zahlte nichts, weil es sich um den Abbruch einer bereits angetretenen Reise handelte. Da der Mann aber keine Abbruchversicherung hatte, stand er mit den offenen Kosten in Höhe von rund 4.000 Euro alleine da.

Seine Klage, das Geld vom Reisebüro ersetzt zu bekommen, wies der Bundesgerichtshof ab. Ein Reisebüro sei dazu da, dem Kunden bei der Auswahl oder Zusammenstellung einer Reise zu helfen, nicht aber Versicherungspolicen zu vertreiben. Wegen der Ähnlichkeit mit einem Reiseveranstalter kommt zwar noch die gesetzliche Verpflichtung zur Aufklärung für Ausfälle vor der Reise und danach hinzu - das gleiche auch für alle Eventualitäten dazwischen zu verlangen, wäre dann doch zuviel des Guten. Auch die relativ lange Reisedauer und der sehr hohe Reisepreis waren für den Bundesgerichtshof kein Grund für weitergehende Aufklärungspflichten eines Reisebüros.

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   | Stand: 25.07.2017
Frau RA Winkler hat meine Frage beantwortet. Ob mir die Antworten gefallen ist natürlich eine andere Sache, aber ich habe auch keinen Anwalt gesucht, der mir nach dem Mund redet, sondern sagt, was Sache ist. Und das ist geschehen. Das Telefonat wurde auch nicht in die Länge gezogen, so wie es leider oft der Fall ist.

   | Stand: 22.07.2017
Prima, weiter so!

   | Stand: 21.07.2017
sehr freundlicher Rechtsanwalt, der mir durch klare Formulierungen eine große Klarheit gegeben hat und auch durch meine Bitte, mir diese nochmal zu wiederholen nicht genervt reagiert hat. Vielen Dank!

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