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Klassenfahrten gehören zu den Pflichten von Lehrkräften


Nürnberg (D-AH) - Klassenfahrten stehen zum Ende eines jeden Schuljahres immer wieder hoch im Kurse - nicht nur bei den Schülern. Ein beamteter Lehrer aber, der sich für die unterrichtsfreien Reisetage extra als Begleitperson meldet, um so zum Jahresabschluss noch schnell sein Pflichtstundenkonto aufzufüllen oder gar eine zusätzliche Vergütung für die eigene Urlaubskasse einzuheimsen, hat seine Rechnung ohne die Lüneburger Verwaltungsrichter gemacht.

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, haben die nämlich entschieden (Az. 1 A 952/05), dass beamtete Lehrkräfte keinen Anspruch auf einen Ausgleich für die Teilnahme an einer Klassenfahrt haben - weder in Form einer finanziellen Vergütung noch in Form eines Stundenausgleichs.Damit wiesen sie die Klage einer teilzeitbeschäftigten Lehrerin ab, die vier Tage zusammen mit ihren Schülern auf einer Insel verbracht hatte und dafür nun einen besonderen Ausgleich verlangte.

Die Begründung der Richter: Weil die Arbeitszeit von Lehrkräften nicht wie bei Beamten in anderen Einrichtungen mit festen Dienstzeiten zu vergleichen ist, kann die Besoldung in den Schulen nur auf Grund der abzuleistenden Unterrichtsstunden erfolgen. Wobei der Zeitaufwand für die übrigen pädagogischen Aufgaben pauschal bestimmt werden muss. Gerade darin läge der grundlegende Unterschied zum Vergütungsrecht der Angestellten und Arbeiter. Während deren Vergütung als vertragliche Gegenleistung für konkret erbrachte Leistungen anzusehen ist, stellt die Beamtenbesoldung einen Ausgleich für die Wahrnehmung der Gesamtheit aller dienstlichen Funktionen dar. Eine ganz andere und jeweils im Einzelfall zu klärende Frage sei es, dass die Betreuungsleistungen und sonstigen pädagogischen Aufgaben während einer Klassenfahrt, die sich über mehrere Tage erstreckt, unzweifelhaft eine deutliche Mehrbelastung einer - wie hier - teilzeitbeschäftigten Lehrerin darstellen.

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