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Betrunkenem Fahrradfahrer wird die Berufsfahrerlaubnis entzogen


Nürnberg (D-AH) - Je sicherer ein mit hohem Alkoholpegel erwischter Verkehrssünder noch auf den Beinen steht, umso schlechter für ihn: Wer bei einem Blutalkohol von knapp 2,6 Promille keinen Totalverlust der Bewegungskoordination aufweist, dem ist umgehend und ohne Wenn und Aber die Fahrerlaubnis zu entziehen. Das hat das Oberverwaltungsgericht Bremen (Az. 1 B 94/06) entschieden. Die Begründung der Richter: Die abnorme Standfestigkeit weist auf eine hochgradige Alkoholgewöhnung und damit auf eine äußerst massive Alkoholproblematik hin. Der Gesetzgeber gehe schon ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille von deutlich normabweichenden Trinkgewohnheiten aus.

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, zog sich ein Fahrradfahrer beim Sturz auf einer Straße in Bremen eine Platzwunde am Kopf zu. Bei der polizeilichen Blutabnahme, die einen Promillewert von exakt 2,58 ergab, wurden aber laut ärztlichem Untersuchungsbericht alkoholbedingte Ausfallerscheinungen in nur stark eingeschränktem Umfang festgestellt.

Sowohl bei der vom TÜV als auch vom Klinikum durchgeführten verkehrspsychologischen Untersuchung hat der Mann dann das Ausmaß seines Alkoholkonsums bagatellisiert.
Seine Argumentation, der Unfall sei ihm ja nur mit einem Fahrrad unterlaufen, und im Übrigen nehme er als Berufskraftfahrer seit Jahren ohne Beanstandungen am Straßenverkehr teil, war dabei alles andere als hilfreich für den Mann. Vielmehr sahen die Richter in dem Umstand, dass er als Berufskraftfahrer mit täglichem Einsatz im Straßenverkehr offenbar weit überdurchschnittlich an Alkohol gewöhnt ist, noch ein zusätzliches Gefahrenpotenzial.

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