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Richter: Auch Geschäftsreisende schnarchen beim Fliegen


Nürnberg (D-AH) - Wer als wählerischer Business-Passagier auf Reisen geht, hat Anspruch auf höheren Komfort, als er in der Massenabfertigung der Touristen-Klasse üblich ist. Kann der genervte Geschäftsreisende aber den Aufpreis für die teurere Business-Class zurückverlangen, wenn er während des Flugs vom andauernden Schnarchen eines Mitreisenden erheblich belästigt wurde? Nein, sagt die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline und verweist auf ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt am Main (Az. 31 C 842/01-83).

In dem konkreten Fall hatten ein Mann und eine Frau eine 18-tägige Pauschalreise nach Südafrika für insgesamt 9.200 Euro gebucht. Beim Rückflug erhielten sie keine Plätze nebeneinander, da nur noch Einzelplätze frei waren. Neben der Frau saß ein Fremder, der schwerhörig war und fürchterlich schnarchte. Weil seine Reisebegleiterin wegen dieser Lärmbelästigung während des gesamten Flugs nicht einschlafen konnte, verlangte der Kläger den Zuschlag für die Business-Class vom Reiseveranstalter zurück.

Nichts da, entschieden die Richter. Schnarchen ist klassenunabhängig, es soll auch bei Passagieren der Business-Class vorkommen aus dem Frankfurter Urteilsspruch. Damit stellt die beanstandete Lärmbelästigung auch keinen Reisemangel dar.

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