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Nonne erwürgt - Apotheker-Approbation entzogen


Nürnberg (D-AH) - Manchmal ist der Mörder ist nicht der berüchtigte Gärtner, sondern der Apotheker. Doch der verliert dann nicht nur seine Freiheit, sondern auch den Beruf. Wer rechtskräftig wegen Mordes verurteilt wurde, darf den Apothekerberuf nämlich nicht mehr ausüben. Das hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg entschieden (Az. 9 S 2317/05), berichtet die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline.

Weil die ehemalige Nonne ihm nicht den Aufenthaltsort seines Sohnes nennen wollte, hatte ein Apotheker die 73-jährige Tante seiner geschiedenen Frau geschlagen und dann erwürgt. Das Landgericht Wiesbaden verurteilte ihn rechtskräftig zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Und das Regierungspräsidium entzog ihm daraufhin die Approbation. Dagegen klagte der Mörder. Das wäre ein Eingriff in die vom Grundgesetz gewährleistete Freiheit der Berufswahl.

Dem widersprachen die Richter. Nach der Bundes-Apothekerordnung ist eine Approbation zu widerrufen, wenn sich der Apotheker eines Verhaltens schuldig gemacht hat, aus dem sich seine Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des Apothekerberufs ergibt die Entscheidung. Ein verurteilter Mörder genießt nicht mehr das für die Ausübung seines Berufs unabdingbar nötige Vertrauen der Öffentlichkeit. Denn wer will sich schon von einem mutmaßlichen Giftmischer seine Pillen drehen lassen.

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