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Alaska-Reise ohne Höhepunkt


Nürnberg (D-AH) - Fällt bei einer Gruppenreise einer der Tourhöhepunkte buchstäblich ins Wasser, muss sich der Veranstalter mit einem geminderten Reisepreis zufrieden geben. Berechnungsgrundlage für die Minderung ist dabei der Gesamtpreis der Reise inklusive des Fluges, urteilte das Amtsgericht München (Az. 251 C 3890/05). Das berichtet die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline.

Über 7.200 Euro war zwei Urlaubern aus St. Peter-Ording eine 20-tägige Reise nach Alaska wert - pro Person. Als einen der drei Höhepunkte der Tour pries der Veranstalter die Durchquerung der nördlichen Insidepassage mit der Fähre an. Die Passage wurde dann auch an insgesamt drei Tagen angesteuert - zweimal allerdings nur mit Bus bzw. Flugzeug. Und auch die Durchfahrt mit der Fähre erwies sich als Reinfall. In finstrer Nacht passierte das Schiff die nördlichen Gewässer. Die enttäuschten Urlauber verlangten vom Veranstalter einen Teil des Gesamtpreises der Reise zurück. Der Veranstalter war zwar bereit, einen Nachlass zu gewähren. Nicht jedoch vom Gesamtpreis: Die Kosten für Hin- und Rückflug in Höhe von jeweils 2.500 Euro wollte er abziehen. Denn die Flüge seien nicht nur mangelfrei gewesen. Für die gebuchte Fluglinie sei er zudem nur als Vermittler aufgetreten.

Doch das Amtsgericht München entschied, dass als Berechnungsgrundlage für die Minderung der gesamte Preis der Reise inklusive der Flüge zugrunde gelegt werden muss. Denn im Reisevertrag hat der Veranstalter nicht deutlich gemacht, dass er die Flüge lediglich vermittelt die Entscheidung. Als Entschädigung für die teilweise mangelhafte Reise sprach das Gericht den Klägern deshalb zehn Prozent des vollen Reisepreises zu.

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