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Arbeitnehmer braucht keine Telefonbücher abtippen


Nürnberg (D-AH) - Arbeitnehmer brauchen sich vom Chef nicht alles gefallen zu lassen. Das Abschreiben von Telefonbüchern gehört jedenfalls nicht zu den Aufgaben eines Kundendienstmitarbeiters, urteilte das Landesarbeitsgericht Köln (Az. 7 Sa 1597/04). Arbeitnehmer dürfen dem Arbeitsverhältnis zuwiderlaufende Aufgaben ablehnen - und bekommen dennoch weiter ihr Gehalt.

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, hatte ein im Innen- und Außendienst tätiger Kundendienstmitarbeiter seinen Arbeitgeber auf Zahlung von ausstehendem Lohn verklagt. Der Mann war mehrere Wochen nicht im Betrieb erschienen, nachdem sein Chef von ihm das Abschreiben von Adressen aus dem Telefonbuch verlangt hatte. Für die Klage zeigte der Arbeitgeber wenig Verständnis - obwohl er seinen Angestellten während der Arbeit sogar noch in einen Büroraum einschloss und der die Toilette nur in Begleitung des Betriebsleiters aufsuchen durfte.

Auf umso mehr Verständnis stieß der Kläger dafür bei den Richtern des Landesarbeitsgerichts Köln, die den Arbeitgeber zur Lohnnachzahlung verurteilten. Dass ein Kundendienstmitarbeiter ein Telefonbuch abschreiben soll, bezeichneten sie als nicht vertragskonform und schikanös. Die Arbeitsbedingungen seien zudem unzumutbar.
Es muss jedoch davor gewarnt werden, den Arbeitsplatz in ähnlichen Fällen einfach zu verlassen: Arbeitnehmer sollten vorher ausdrücklich gegenüber dem Arbeitgeber erklären, zur Leistung vertraglich vereinbarter Arbeit bereit zu sein.

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Prima, weiter so!

   | Stand: 21.07.2017
sehr freundlicher Rechtsanwalt, der mir durch klare Formulierungen eine große Klarheit gegeben hat und auch durch meine Bitte, mir diese nochmal zu wiederholen nicht genervt reagiert hat. Vielen Dank!

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