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Steuerlicher Abzug nur, wenn die Fortbildung im Arbeitsvertrag steht


Nürnberg (D-AH) - Wer sich für seinen Job ständig auch am heimischen Schreibtisch weiterbilden muss, sollte sich das am besten gleich in den Arbeitsvertrag hineinschreiben lassen. Damit entgeht er zukünftigen Schwierigkeiten mit dem Finanzamt, wenn er zum Jahresende das häusliche Arbeitszimmer in der Steuererklärung absetzen will. Das rät die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline und verweist dazu auf ein Urteil des Finanzgerichts Köln (Az. 10 K 1129/02).

Geklagt hatte ein Mann, der in seiner Einkommenssteuererklärung Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer in Höhe von 1.200 Euro geltend gemacht, aber vom Fiskus nicht akzeptiert bekommen hatte. Dabei hat mir mein Arbeitgeber doch bestätigt, ich würde mich privat mit Computer-Netzwerken und der Programmierung beschäftigen. Und hat diese Weiterbildung, für die im Betrieb die Möglichkeiten fehlen, ausdrücklich begrüßt, beschwerte sich der Mann vor Gericht.

Doch die Kölner Richter kritisierten, dass einfache Arbeitnehmer kaum noch Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer ansetzen können - während Büroangestellte dagegen vermehrt Gefälligkeitsbescheinigungen ihrer Arbeitgeber vorlegen, in denen die Notwendigkeit des häuslichen Arbeitszimmers insbesondere auch zu Fortbildungszwecken bestätigt wird.

Dieser steuerlichen Ungerechtigkeit einen Riegel vorzuschieben, entschieden die Richter: Zur Vermeidung von Missbräuchen muss sich die berufliche Verpflichtung zur Fortbildung möglichst unmittelbar aus dem Arbeitsvertrag ergeben. Und die Fortbildung muss nachweislich innerhalb der Dienstzeit am Arbeitsplatz untersagt sein. Am überzeugendsten ebenfalls mit einer entsprechenden Formulierung im Arbeitsvertrag.

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