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Nach Einbruch Schadensliste sofort der Hausratversicherung vorlegen


Nürnberg (D-AH) - Faulheit ist bekanntlich eine der sieben Todsünden. Aber auch versicherungsrechtlich kann ein langes Abwarten ins Abseits führen. Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln (Az. 24 O 570/03) braucht eine Hausratversicherung den Schaden nach einem Einbruch nicht zu übernehmen, wenn der Versicherte die Aufstellung über die gestohlenen Gegenstände verspätet vorlegt.

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline mitteilt, muss eine Kölnerin damit die finanziellen Folgen eines Einbruchs in ihre Wohnung selbst tragen. Am 9. Oktober hatten unbekannte Täter nachts die Tür zu ihrer Wohnung aufgebrochen und einige wertvolle Einrichtungsgegenstände gestohlen. Den Einbruch meldete die Frau gleich der Polizei und auch ihrer Hausratversicherung. Sowohl die Polizei als auch die Versicherung forderten unverzüglich eine so genannte Stehlgutliste vorzulegen. Diese Liste legte die Kölnerin am 4. November vor.

Eindeutig zu spät, lautete die Entscheidung des Landgerichts Köln. Eine Aufstellung über die entwendeten Gegenstände müsse stets direkt nach einem Einbruch erstellt und ohne schuldhaftes Zögern bei Polizei und Versicherung abgeliefert werden. Dies sei Obliegenheit des Versicherten, um zu verhindern, dass der Schaden im Nachhinein aufgebauscht werde. Als Faustregel gilt, dass die Frist für die Vorlage sich danach bemisst, wie viel Zeit der Versicherte benötigt, um die Liste der beim Einbruch entwendeten Gegenstände anzufertigen Im Regelfall ist dabei von wenigen Tagen auszugehen..

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