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Flieger hebt mit 13-stündiger Verspätung ab - kein Reisemangel


Nürnberg (D-AH) - Startet ein Urlaubsflieger mit 13-stündiger Verspätung, stellt dies nicht unbedingt einen Reisemangel dar. Zumindest dann nicht, wenn sich der Veranstalter der Reise die Abflugzeit ausdrücklich vorbehalten hat. Das hat nach Auskunft der telefonischen Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline das Amtsgericht Duisburg entschieden (Az. 53 C 5163/04).

Für eine Familie aus dem Ruhrgebiet begann der Jahresurlaub mit erheblicher Verspätung. Kurz vor Reisebeginn kündigte der Reiseveranstalter eine Verschiebung der Abflugzeit an - um immerhin 13 Stunden und 20 Minuten. Und so landete der Flieger statt wie ursprünglich geplant um 12 Uhr mittags erst am nächsten Morgen gegen 1 Uhr am Ferienziel. Wir haben dadurch einen halben Urlaubstag verloren, beschwerte sich die Familie beim Veranstalter und verlangte eine Kürzung des Reisepreises. Doch der blieb stur: Änderungen der Abflugzeit sind nach unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen zulässig. Und diese Bedingungen habe die Familie mit Unterzeichnung des Reisevertrages akzeptiert.

Das Amtsgericht Duisburg gab dem Reiseveranstalter Recht: Laut Vertrag gab es keine verbindliche Zusage der Abflugzeit. Deshalb konnte die Familie auch nicht davon ausgehen, einen Teil des Anreisetages bereits am Urlaubsort zu verbringen. Hätte sich die Ankunft aber deutlich auf den nächsten Tag verschoben, wäre eine Minderung des Reisepreises gerechtfertigt gewesen.

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