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Frist versäumt - Rentner ohne Krankenversicherung


Nürnberg (D-AH) - Vor der übereilten Kündigung einer privaten Krankenversicherung warnt die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline und verweist auf ein Urteil des Landgerichts München (Az. 26 O 24832/04). Wer nach der Kündigung nicht in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen werden kann, läuft sonst Gefahr, gänzlich ohne Versicherungsschutz dazustehen.

Dieses Schicksal traf jetzt einen 60-jährigen erwerbsunfähigen Rentner. Der Mann hatte seine private Krankenversicherung gekündigt, um sich über die Familienversicherung seiner Ehefrau mitzuversichern. Weil das Einkommen der berufstätigen Ehefrau aber über der Einkommensgrenze lag, lehnte die gesetzliche Krankenversicherung eine Aufnahme ab. Das Sozialgericht München bestätigte später diese Entscheidung. Rund zehn Monate nach Kündigung stellte der Rentner deshalb einen Antrag auf Neuaufnahme zu geänderten Bedingungen bei seiner bisherigen privaten Krankenversicherung. Doch die Versicherung lehnte den Antrag ab - aus versicherungs-medizinischen Gründen. Daraufhin klagte der Mann vor dem Landgericht München auf Wiederaufnahme in die private Krankenversicherung zu den früheren Bedingungen - ohne Erfolg.

Private Krankenversicherungen sind zwar verpflichtet, nach einer Kündigung den ehemaligen Versicherten wieder zu den früheren Bedingungen aufzunehmen. Allerdings gilt dies nur innerhalb von drei Monaten nach der Kündigung. Diese Frist hatte der Rentner versäumt. Für den Mann ist die Situation äußerst fatal. Aufgrund seiner Erwerbsunfähigkeit hat er vermutlich keine Chance mehr, jemals wieder privat oder gesetzlich krankenversichert zu werden.

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Ein sehr freundlicher, kompetenter Anwalt, der in wenigen Minuten einen komplizierten Sachverhalt lösen konnte.

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