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Rasen mähen und Unkraut jäten reicht aus


Nürnberg (D-AH) - Mieter, die einen Garten pflegen, können aufatmen: Sie sind in der Regel nur zu einfachen Arbeiten verpflichtet. Das berichtet die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline unter Berufung auf eine  Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf (Az. I-10 U 70/02).

Eine Familie aus dem Rheinland sollte laut Mietvertrag den Garten des von ihr gemieteten Hauses pflegen. Nähere Ausführungen zu Art und Umfang der Pflegemaßnahmen enthielt der Vertrag nicht. Kein Wunder also, dass es darüber mit dem Vermieter beim Auszug zum Streit kam: "Wie sieht das denn hier aus?", erregte sich dieser beim Anblick des Gartens und beauftragte einen Gärtner mit umfangreichen Instandsetzungsarbeiten. Der machte sich an die Arbeit, beschnitt Gehölze, säuberte den Teich, düngte Pflanzflächen und reinigte die Terrasse mit einem Hochdruckreiniger. Die Rechnung sollte die Familie zahlen. Mit uns nicht, befand das Familienoberhaupt. Sie hätten schließlich immer den Rasen gemäht, Laub geharkt und Unkraut gejätet.

Das reicht auch vollkommen aus, urteilten die Düsseldorfer Richter. Denn im Mietvertrag sind die Pflegarbeiten nur allgemein beschrieben. Und das dürfen dann auch nur einfache Arbeiten sein, die man auch ohne besondere Fachkenntnisse ausführen kann. Peter Muth: Alles was darüber hinausgeht, sind bereits Instandsetzungsarbeiten. Und um die muss sich der Vermieter selbst kümmern - und bezahlen.

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