Mobbing liegt vor, wenn der betroffene Mitarbeiter fortgesetzt (also dauernd) und systematisch von Arbeitskollegen unter Druck gesetzt wird. Dies geschieht meist durch Beleidigungen, Beschimpfungen, Schikanen, Ignorieren, grobe oder unbillige Scherze, Intrigen, Drohung oder sexuelle Belästigung. Dabei ist entscheidend, dass es sich um aufeinander aufbauende, miteinander verzahnte Verhaltensweisen handelt, die einzeln und für sich gesehen völlig harmlos sein können. Erst durch die fortgesetzte Handlungsweise und in ihrer Häufigkeit haben diese jedoch eine Diskriminierung, Demütigung, Ausgrenzung, Schikane, Zermürbung oder gar Anfeindung zu Inhalt.
Besonders problematisch wird es dann. Wenn ein solches Verhalten nicht von Kollegen, sondern vom Arbeitgeber selbst ausgeht.
Die Reaktionsmöglichkeiten, die ein betroffener Arbeitnehmer hat, sind sehr vielfältig und vom konkreten Einzelfall abhängig. Das Wichtigste ist jedoch: rechtzeitig handeln und sich gegebenenfalls professioneller Hilfe bedienen; das Problem nicht "auf die lange Bank schieben" oder sich am Ende gar für das Verhalten anderer schämen! Je eher man gegen dieses Problem angeht, desto geringer sind zum einen die psychischen Auswirkungen und desto weniger einschneidend zum anderen die zu ergreifenden Maßnahmen. Aber keine Sorge: es ist nie zu spät!